Mercedes für alle!

Thema: // Author: Arne Lotze

Mal angenommen, man möchte derzeit ein Auto kaufen. Nach dem vergangenen, wunderbaren Wochenende wird man sich vielleicht für ein Cabriolet entscheiden wollen. Herrlich, die Sonne im Gesicht, die Ledersitze angenehm gewärmt, der Fahrtwind um die Nase und „Gute-Laune-jetzt-erst-recht“ Musik schallt aus den Boxen.

Übertragen auf die Versicherungswirtschaft, täte man in diesem Moment etwas Verrücktes: man ginge vom Bedarf aus. Und zwar vom eigenen, nicht von dem eines Verkäufers, der gerne Kraftfahrzeuge der eigenen Marke unters Volk bringen möchte – nicht nur möchte, sondern muss, das schließlich ist der Auftrag, den ihm sein Arbeitgeber gegeben hat, dafür wird er bezahlt und mit erfolgreichem Verkaufen sichert er letztlich seinen Arbeitsplatz.

Mercedes

Szenenwechsel: Versicherung

Wir befinden uns in einer Versicherungsagentur eines großen deutschen Versicherers, der sich bestimmt über die Analogie zum Mercedes unter den Versicherern freuen würde. „Hoffentlich Mercedes unter dem Hintern.“ Oder ähnlich. Freude strahlend werden nun Erzeugnisse hoher Güte und gehobenen Preises verkauft. – Ungeachtet übrigens des Gegenüber. Gute Produkte haben ihren Preis und wer sie sich nicht leisten kann, muss eben irgendwie dafür sorgen, dass er sie sich leisten kann. Notfalls lässt sich die letzte Woche eines jeden Monats doch durchaus mit Toastbrot und Orangensaft bestreiten. Mercedes für alle lautet die Devise.

Warum gibt es denn dann auf den Straßen nicht ausschließlich Wagen mit dem Stern?

Nun, das mag daran liegen, dass Kunden hier eher geneigt sind, zu vergleichen als wenn es um Absicherung, Altersvorsorge und Geldanlage geht. Ergibt ja auch Sinn; das Auto zu fahren, das zu den eigenen Wünschen und dem eigenen Portemonnaie passt. Und ferner nicht davon auszugehen, dass Mercedes sowohl den besten, Klein-, Mittelklasse- und Luxusklassewagen baut, wie auch Transporter, Baufahrzeuge, Sportwagen und Geländefahrzeuge. Wer fröhlich immer Mercedes kauft, fährt damit wahrscheinlich nicht schlecht. Mit Sicherheit aber nicht optimal und ebenso sicher: unverhältnismäßig teuer.

Das führt im Falle von Versicherungen schon mal dazu, dass bei einem Versicherten bei Leistungen mindestens gleicher Güte 1.500 € im Jahr und mehr gespart werden können.

True story

Der Bedarf steht an erster Stelle

Was also tun? Im Grunde ist das so einfach, wie ein Auto zu kaufen. Im ersten Schritt überlegen: was brauche ich und auch: worauf kann ich verzichten? Ist ja spitzenmäßig, dass ein Autohersteller prima Bagger herstellt, als Arzt, der in einer Stadtwohnung lebt, brauche ich den wahrscheinlich aber gar nicht.
Im zweiten Schritt: Einen Experten fragen, der den Marktüberblick hat und nicht zufällig in die BMW-Familie Quandt eingeheiratet hat. Im Bereich der Finanzen findet man den tendenziell nicht dort, wo der Name einer Versicherungsgesellschaft auf einer Fahne flattert, sondern bei einem Makler. Siehe auch ein Video hier.
Im dritten Schritt: Einsteigen, anschnallen nicht vergessen, Radio an und nichts wie raus aus dem Autohaus und ab in die Sonne. Allzeit gute Fahrt!

Ich hoffe, dieser Beitrag hat Dir mindestens Unterhaltung und bestenfalls einen Erkenntnisgewinn beschert! Er stellt selbstverständlich keine Beratung dar. Du möchtest aber gerne Beratung haben?
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