BU-Versicherung – ohne Alternative?

Thema: // Author: Claas Michelsen

„Ich brauche keine Berufsunfähigkeitsversicherung, ich habe bereits eine Unfallversicherung!“ Ein häufiger und oft folgenschwerer Irrtum. Die Unfallversicherung deckt zwar kostengünstig die Folgen eines Unfalls ab, Unfälle sind jedoch selten der Grund für Berufsunfähigkeit.

Menschen in kaufmännischen Berufen neigen wiederum dazu, die Gefahr einer Berufsunfähigkeit zu unterschätzen. Häufig wird angeführt, dass ein Bürojob auch mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen ausgeübt werden kann – ganz im Gegensatz zu handwerklichen oder technischen Berufen. Vergessen wird bei dieser Überlegung aber die Tatsache, dass auch eine vorübergehende Berufsunfähigkeit, sofern sie sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, existenzgefährdend sein kann.

Ist die klassische Berufsunfähigkeitspolice also ein Produkt ohne Alternative? Ein „must have“ also? Die Antwort ist ein eindeutiges „Jein“. Fest steht, dass eine BU-Police, sofern sie sich auf ein faires Bedingungswerk stützt, die umfassendste Absicherung bietet.

Jüngere Menschen jedoch, die nicht in der staatlich abgesicherten Reihenhausidylle der Bonner Republik aufgewachsen sind, stellen sich immer öfter die Frage, ob sie sich im Fall des Falles, in klassisch deutscher Tradition, auf eine Renten einstellen wollen, auf das endgültige Ausscheiden aus dem Berufsleben. An dieser Stelle kommt ein Produkt ins Spiel, dass seit einiger Zeit auf dem deutschen Markt Fuß fasst: Die „Schwere Krankheiten Vorsorge“.

Bei dieser Form der Absicherung wird nicht die Folge einer Erkrankung, sondern die Krankheit selbst versichert. Erkrankt nun der Versicherte an einer der versicherten Krankheiten, so erhält er eine vorher festgelegte Einmalzahlung (z. B. 150.000 Euro). Diese Zahlung wird unabhängig davon geleistet, ob es in der Folge der Krankheit zu einer Berufsunfähigkeit kommt oder nicht. Die Versicherungssumme steht dem Betroffenen zur freien Verfügung. Ob er das Geld für eine spezielle Behandlung, einen Kuraufenthalt oder zur Existenzsicherung nutzt, ist ihm völlig freigestellt.

Die Idee, im Falle einer schweren Erkrankung über ausreichend finanzielle Mittel zu verfügen, um so schnell wie möglich wieder „auf die Beine“ zu kommen, findet auch in Deutschland, immer mehr Anklang.

Aktuell wird die „Schwere Krankheiten Vorsorge“ nur von wenigen Versicheren angeboten, es steht aber eine Auswahl empfehlenswerter Policen zur Verfügung. Sie kann bei Bedarf problemlos mit einer bestehenden Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung kombiniert werden.

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