Vermögenswirksame Leistungen

Thema: // Author: Arne Lotze

Was sind vermögenswirksame Leistungen?

Durch vermögenswirksame Leistungen werden Arbeitnehmer entweder vom Staat und/oder dem Arbeitgeber dabei unterstützt, Vermögen aufzubauen. Dabei handelt es sich seitens des Arbeitgebers um eine „Kann-Leistung“. Wer im Arbeitsvertrag also nichts dazu findet, hat wahrscheinlich einfach einen Arbeitgeber, der könnte aber nicht möchte.

Anders verhält es sich seitens des Staates. Gefördert werden sollen hier vor allem Arbeitnehmer, die ein geringes Einkommen haben, denen es sonst mutmaßlich also noch schwerer fiele, Vermögen aufzubauen – wobei es ja so ist, dass Vermögen vor allem mit dem Geld zu tun hat, das man nicht ausgibt und nicht zwingend mit der Summe, die man verdient. Selbstverständlich fällt das Übrigbleiben leichter, wenn mehr reinkommt, ich erlebe aber immer wieder, dass Kunden mit geringerem Einkommen vermögender sind als welche mit höherem Einkommen, einfach, weil sie eine bewundernswert hohe Sparquote haben. Siehe dazu dieser Artikel.

Kurzum, es geht um Geschenke und gerade, wo es auf Weihnachten zugeht, mögen wir die.

Wie kann man vermögenswirksam sparen?

Es gibt einen Blumenstrauß von Möglichkeiten, vermögenswirksam zu sparen. Die gängigsten Lösungen sind:

und etwas abgeschlagen:

  • ein Banksparplan bzw.
  • das Einfließenlassen in eine betriebliche Altersvorsorge

Allen Möglichkeiten ist gemein, dass ein VL-Vertrag sechs Jahre lang bespart wird und ein Jahr ruht, bevor das Kapital dem Arbeitnehmer zufließt. Diese Laufzeit sollte insbesondere dann eingehalten werden, wenn man das Geschenk vom Staat, die sog. „Arbeitnehmersparzulage“ bekommt. Das gibt’s nämlich nur dann, wenn man durchhält.

Wie sollte man vermögenswirksam sparen?

Dies lässt sich auf zwei Weisen beantworten:

  1. Mit Blick auf die Förderung

VL

Wer sich für einen Bausparvertrag entscheidet und die Arbeitnehmersparzulage bekommen möchte, darf höchstens 17.900 € als Alleinstehender bzw. als Ehepaar 35.800 € im Jahr verdienen. Gefördert werden dann 9% von einem jährlichen Sparbeitrag von bis zu 470 €. Höchstens also: 42,30 € im Jahr.

Wer sich für das Investmentsparen entscheidet, darf mehr, nämlich bis zu 20.000 € im Jahr für Alleinstehende und bis zu 40.000 € als Ehepaar verdienen. Außerdem ist die Förderung höher, nämlich 20% von bis zu 400 € jährlichem Sparbeitrag. Höchstens also: 80 € im Jahr.

Mehr Geld für eine größere Gruppe von Sparern legt also das Investmentsparen nahe.

2. Mit Blick auf die Geldanlage

Auch hier empfiehlt sich eindeutig das Investmentsparen. Im Rahmen der strategischen Asset Allokation befinden wir uns gerade so im langfristigen Bereich, der eine hohe Aktienquote nahelegt. Außerdem sind wir recht weit entfernt vom kurzfristigen Vermögensaufbau, dem das Zinsversprechen des Bausparvertrags zugeordnet werden kann. Über sieben Jahre Vermögen aufzubauen mit einem Produkt, das gerade wenig Zinsen zusichert, ergibt wenig Sinn.

Viel Freude mit etwaigen Geschenken – und seien es die unter dem Weihnachtsbaume an dem die Lichter brennen.

IMG_1433

Ich hoffe, dieser Beitrag hat Dir mindestens Unterhaltung und bestenfalls einen Erkenntnisgewinn beschert! Er stellt selbstverständlich keine Beratung dar. Du möchtest aber gerne Beratung haben?
Dann melde Dich: per Mail beratung@finanzdiskurs.de oder Telefon +49 178 3484412

Das könnte dich auch interessieren

  1. Bausparvertrag

    Was ist ein Bausparvertrag? Ich wurde auf YouTube nämlich gerügt, dass nicht eindeutig klar sei, was

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.