Strategische Asset Allokation

Thema: // Author: Arne Lotze

Wofür Strategische Asset Allokation?

Strategische Asset Allokation, dann klappt’s auch mit der Geldanlage. Egal welches Buch man aufschlägt, das sich mit Geldanlage beschäftigt, es besteht stets Einigkeit, dass die Strategische Asset Allokation entscheidend ist für den Anlageerfolg. Auseinander gehen die  Meinungen dann nur noch bei der Größe des Anteils, den sie hat. Über den Daumen 70-80% sind es aber. Und das Schöne daran ist: klingt erstmal nicht so, kann aber wirklich jeder. Dahinter steht nämlich nur die Frage: Wie lange möchtest Du Dein Geld anlegen bzw. wie lange kannst Du maximal darauf verzichten?

Das heißt am Ende nicht, dass man so lange auch wirklich nicht auf sein Geld zugreifen kann, es sollte aber die strategische Ausrichtung sein. Siehe dazu auch das magische Dreieck der Geldanlage.

Wie geht das?

Über Jahrzehnte war das tatsächlich erfreulich einfach. Es gibt vier klassische Märkte und aus denen baut man sich sein Portfolio. Dabei sind die verschiedenen Märkte den Zeithorizonten kurzfristig (0-3 Jahre), mittelfristig (4-7 Jahre) und langfristig (größer 7, besser ab 10 Jahre) eindeutig zuzuordnen:

4 Märkte

Eigentlich: Wie GING das?

Auf die Strategie folgt nämlich die Taktik und die ist seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr ganz so einfach wie zuvor. So habe ich direkt nach der Finanzkrise keine offenen Immobilienfonds mehr empfohlen, weil hohe Mittelabflüsse zu Verkaufsdruck seitens des Fondsmanagements geführt hat – und das letztlich zur Schließung eigentlich ja offener Investmentfonds.

Weiters ergibt die Anlage in den Geldmarkt über andere Vehikel als ein Tagesgeldkonto bei einer Direktbank mit entsprechender Einlagensicherung in der Niedrigzinsphase nicht mehr allzu viel Sinn.

Und schließlich sind es heuer die Anleihen (der Rentenmarkt), der spätestens unter Druck geraten wird, wenn Janet Yellen als Direktorin der US-amerikanischen Zentralbank den Leitzins anhebt. Dazu recht ausführlich das Video Anleihen raus.

Was bringt das dann aktuell?

Eine Menge. Ordentliche Berater haben die Möglichkeit, sich von den nicht ganz so guten zu unterscheiden. Und Privatanleger haben umso mehr die Möglichkeit festzustellen, ob ein Berater versteht, wovon er spricht. Realiter ist es nämlich so, dass viele Bankangestellte im sogenannten „standardisierten Privatkundengeschäft“ eine sehr eingeschränkt Auswahl an Produkten anbieten dürfen, die eine strategische Asset Allokation ad absurdum führt. Geschweige denn, dass sie darin überhaupt ausgebildet werden, mit der Kundenbrille zu schauen. Ausbildung ist noch viel zu häufig mehr Verkaufsschulung als Beraterschulung. Daran hat sich seit dem Poletto Plakat leider wenig geändert.

Immer los also mit den Fragen in Richtung Berater, der wird für Antworten bezahlt. Und blöde Fragen gibt es bekanntlich nicht. Erst recht nicht eine zu den Kosten einer Anlage.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat Dir mindestens Unterhaltung und bestenfalls einen Erkenntnisgewinn beschert! Er stellt selbstverständlich keine Beratung dar. Du möchtest aber gerne Beratung haben?
Dann melde Dich: per Mail beratung@finanzdiskurs.de oder Telefon +49 178 3484412

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