Bibelkonforme Geldanlage

Thema: // Author: Arne Lotze

Was tun mit Geld?

Man kann mit Geld Dinge tun. Einige davon sind schlau, einige sind weniger schlau. Zu Schlauem gibt es nicht nur einen Schlumpf sondern vor allem eine Menge Bücher und wer sich mit einem solchen mal eine Stunde bei einer Tasse Tee in einen Sessel setzt, wird feststellen, dass Geldanlage grundlegend gar nicht so schwierig ist und erst mit Blick auf eine zeitgemäße wie nachhaltige Produktlösung des Fachmanns bedarf. Um sich mit dem nett zu unterhalten und die Anlagestrategie mit ihm gestalten zu können, reicht das Stündchen wahrscheinlich aber hin – möglich, dass das in besagten Büchern strategische Asset Allokation heißt.

schlaubi

Zu weniger Schlauem gibt es eher Meinungen, Kommentare und gab es mal StudiVz Gruppen – der HERR hab sie selig – die dann, „Ich investiere mein Geld da, wo ich es sehen kann, im Kleiderschrank“ oder ähnlich hießen.

Das ist natürlich so witzig wie beknackt.

Nichtsdestoweniger sind sie insofern Ernst zu nehmen, als sich Unfug ja nicht nur niederschlägt in „Kauft Gold“ Parolen – genau. Erdbeeren kaufe ich auch immer importiert im November für 38 € die Schale, man muss ja dann kaufen, wenn der Preis am höchsten ist, oder? – sondern auch in „Konsumiert bis die Schwarte kracht“ Parolen.

Es wird deutlich geworden sei, dass ich eher Bücher ans Herz lege, die fundierte Meinung transportieren als Stammtischparolen. Erst seit heute ist mir allerdings geläufig, dass man dazu nicht nur Büch-ER lesen kann, sondern sogar Buch. DAS Buch. Das Buch der Bücher. Die Auflage liegt inzwischen bei Übersetzungen in 500 Sprachen und Verbreitung in 200 Ländern bei 2-3 Mrd. Exemplaren.

Richtig, die Bibel.

math. 25

Dort steht geschrieben in Matthäus 25, Verse 14-30 von einem Mann der drei Dienern unterschiedliche Summen überlässt. Die beiden Tüchtigeren verdoppeln das ihnen überlassene, der weniger Tüchtige aber vergräbt das Geld und wirft es somit der Inflation zum Fraß vor. Wie meinem Vermögen so Dir, denkt sich der Mann: „Und den unnützen Knecht werft in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappern.“ (Vers 30)

Schon Matthäus hat also verstanden, dass das Investieren von Geld eine gute Idee ist. Und selbst wenn man dazu nicht tüchtig genug ist „hättest du mein Geld zu den Wechslern bringen sollen, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das meine wiederbekommen mit Zinsen.“ (Vers 27)

„Wenigstens“ impliziert, dass eine einfache Geldmarktanlage wie der Deutschen Liebste: Bausparvertrag, Girokonto und Sparbuch schon damals als Unsinn entlarvt waren. Sie können aber noch geschlagen werden.

Von Sparstrumpf, Kopfkissen, Schuhregalen – oder eben dem Vergraben.

Thommie Bayer kommentiert in Die frohe Botschaft abgestaubt dazu: „Mit dem Geld sei es wie mit den Kaninchen, ein Vergrabenes könne nicht weitere zeugen. So ist das. Wachstum oder Watsch.“ (S. 150)

Nun ist Jähzorn sicher nicht Neues Testament konform. Und inwiefern Finsternis, Heulen und Zähneklappern mit dem Hinhalten der anderen Wange in Einklang zu bringen wäre, frage man bitte einen Theologen. Damit meine ich: Nicht mich. Vielleicht wäre zumindest Ähnliches, Humaneres aber doch eine geeignete Reaktion auf das unkundige Verbreiten von Unsinn. Auf dass ihnen ein Licht aufgehe.

Einstweilen ist vielleicht der Blick auf das magische Dreieck der Geldanlage ganz erhellend.

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