Die Krankengeld-Lücke

Was ist überhaupt eine Krankengeld-Lücke?

Die Krankengeld-Lücke setzt sie sich zusammen aus Krankengeld und Lücke. Gesetzlich krankenversicherte Angestellte bekommen bei länger andauernder Krankheit bis zu 6 Wochen (42 Tage) Lohnfortzahlungen von ihrem Arbeitgeber. Binnen dieser Zeit haben sie abgesehen von etwaigen Schichtzulagen o.ä. also keine finanziellen Einbußen.

Danach springt die jeweilige Krankenkasse ein und zahlt ein Krankengeld. Das entspricht allerdings nicht mehr 100 € des Nettolohns sondern dem kleinsten der drei folgenden Werte und somit eine Lücke:

Davon gehen dann noch die Arbeitnehmeranteile in die Sozialversicherung ab: rund 12% (9,35% Rentenversicherung, 1,5% Arbeitslosenversicherung, 1,3% Pflegeversicherung für Kinderlose über 23 Jahren bzw. 1,175% für nicht Kinderlose/unter 23-Jährige).

Die Lücke, die entsteht, beträgt also mindestens 22% des vorherigen Nettoeinkommens.

Die Lösung

Die Lücke kann  man durch ein  Krankentagegeld bei privaten Krankenversicherer schließen, sofern der Gesundheitszustand eine Annahme zulässt. Pauschale Empfehlungen sind  nicht möglich, da auch die Versicherungsbedingungen einer Krankentagegeldversicherung der Prüfung durch einen Experten bedürfen.

Hier aber eine Tabelle als Orientierung, was die Höhe des Krankentagegeldes ab der 7. Woche angeht:

Nettoeinkommen Anspruch höchstens mtl. Lücke empfohlenes Krankentagegeld
1.000 € 792 € 208 € 7 €
1.500 € 1.188 € 312 € 11 €
2.000 € 1.584 € 416 € 14 €
2.500 € 1.980 € 520 € 18 €
3.000 € 2.376 € 624 € 21 €
3.200 € 2.535 € 665 € 22 €
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