Bild Dir Deine Rente

Thema: // Author: Arne Lotze

Rente reicht nicht zum Leben

Wenn es in der Bild steht, dann stand es wahrscheinlich in allen Medien, die informieren wollen, erst recht.

2012-09-04 08.15.17

Zum Beispiel hier:

Wirtschaftswoche: 40 Jahre Arbeit reichen nicht

Gemäß der Bild wird diskutiert, ob die Rente zum Leben reicht.

Das Entscheidende möchte ich vorwegnehmen: Nein, tut sie nicht.

Daraus haben Bundesregierung(en) und die Deutsche Rentenversicherung aber auch überhaupt kein Geheimnis gemacht. Wie zuletzt in der Stellungnahme der Deutschen Rentenversicherung nachzulesen ist, war ja gerade Bestandteil der Rentenreformen 2001 und 2004, dass das Rentenniveau vor Steuern von 50,5% auf 46,2% abgesenkt wird.

Daraufhin gab es dann gut gedachte und schlecht gemachte Konstrukte wie Riester. Mehr als die durch die Reformen aufklaffende Lücke zwischen 46% und 50% sollte damit nie geschlossen werden. Nun glaubt man bei der Deutschen Rentenversicherung an den Osterhasen und geht davon aus, dass Rentner inklusive Riester auf 51,3% kommen.

Dazu ein Video hier

Geschenkt.

Der Punkt ist doch ein ganz anderer

Macht denn wirklich einen über Luxus oder bloßes Überleben entscheidenden Unterschied, ob man bei 46% oder 51% dessen hat, was man zuvor verdient hat?

Ich unterstelle: Nein. Sicher, wer größere Einnahmen hat, hat einen größeren Teil, den er dem Finanzamt übereignet. Aber können wir uns Spekulationen über das spätere Steuerniveau nicht sparen, wenn sich jeder selbst die Frage stellt und beantwortet:

„Angenommen, ich habe 2.500 € Brutto. Kann ich später mit irgendwas zwischen 1.150 € Brutto und 1.282,50 € ein auskömmliches bis vergnügliches Leben führen?“

Selbstverständlich kann man sich in dieser Debatte hervorragend auf Nebenkriegsschauplätzen verlieren und sich trefflich darüber auslassen, wer es besser versteht auch bei der fünften Nachkommastelle noch ein Haar in vier gleich große Teile zu spalten.

Davon können Rentner sich nur auch kein Brötchen kaufen.

Ich möchte also ans Herz legen K-I-S-S:

keep it short and simple

  • Die Rente reicht nicht.
  • Also muss privat vorgesorgt werden.
  • Die beste private Vorsorge könnte beispielsweise die sein, bei der man am Ende das größte Vermögen aufbauen konnte. Nur so ne Idee.

Und hier ein Video dazu

Gute Berater können im Rahmen ordentlicher Szenarien auch nachvollziehbar und recht genau erklären, welchen Sparbeitrag man monatlich leisten müsste, um auf eine gewünschte Summe zu kommen.

Das erscheint ungemein sinnvoll.

Am Ende sind die Anforderungen an eine gute Altersvorsorge aber beinahe so einfach wie das Kaufen von Senf:

„Mein Name ist Lohse. Ich sorge hier vor. 1,29 € … wird das mehr, wenn ich früher anfange/mehr beiseite lege/meine Altersvorsorge besser rentiert?“

 

meine-name-ist-lohse.jpg?w=426

Dann klappt es bestimmt auch mit dem Ruhestand, in dem gleich über palettenweise Senf verhandelt werde kann.

Papa ante Portas: Ruhestand in finanzieller Souveränität

Ich hoffe, dieser Beitrag hat Dir mindestens Unterhaltung und bestenfalls einen Erkenntnisgewinn beschert! Er stellt selbstverständlich keine Beratung dar. Du möchtest aber gerne Beratung haben?
Dann melde Dich: per Mail beratung@finanzdiskurs.de oder Telefon +49 178 3484412

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